von Stefanie Parker
Meine Freundschaft zu Simone begann langsam rissig zu werden.
Seit meiner Trennung vor mehr als einem Jahr von meinem damaligen Freund Ralph,
jammerte ich ihr ungebührlich die Ohren über mein Singledasein voll.
Ich weiss, wie ich sie damit strapazierte, zumal ich auch alles in den Wind schlug,
was sie mir riet. Ich weiss auch, dass in mir der Neid wuchs, weil sie sehr glücklich
mit ihrem Mann lebte. Eines Tages packte sie mich an den Schulter, schüttelte mich durch
und grantelte: "Nur mach wenigstens mal einen Versuch mit einem Inserat oder einer
Partnervermittlung. Ins Haus kommt dir kein Mann geflogen. Du bis dreissig eine
Schönheit und intelligent dazu!"
Sie meinte es zwar nicht so, dass ich mich nicht wieder bei ihr sehen lassen sollte,
ehe ich etwas unternommen hätte. Ich nahm ihren Rüffel aber trotzdem ernst.
Es musste was geschehen.
Also schaltete ich ein Inserat.
Zu meiner überraschung bekam ich zweiundzwanzig
Zuschriften von Herren im passenden Alter. Von den fünfzehn, die ein Foto beigelegt
hatten, machte ich zwei Häufchen. Zu dem grösseren Haufen verfasste ich höfliche aber
bestimmte Absagen. Den kleineren Haufen mit fünf Zuschriften wollte ich systematisch
abarbeiten.
Mit meinem ersten Anwärter verlebte ich eine wunderschöne Nacht in einem Hotel in Stuttgart.
Nach einem guten Abendessen und einem Tänzchen in der Bar fand ich mich in Weinlaune
auf seinem Hotelzimmer wieder. Ich fühlte mich wie neu geboren. Phantastisch eroberte
er mich, raubte mir ein Kleidungsstück nach dem anderen. Was er freilegte, bedeckte er
mit Küsschen und heissen Küssen.
Obwohl wir uns erste fünf Stunden kannten, war mir, als wühren wir schon jahrelang
zusammen. Ohne jeden Vorbehalt gab ich mich ihm hin. Er küsste und naschte mir einen
Höhepunkt nach dem anderen ab. Es blieb ihm nicht verborgen, wie nötig ich es hatte
und wie schnell ich daher auf seine Zärtlichkeiten reagierte. Ich war schon dem Wahnsinn
nahe, als er sich endlich ganz tief in mich versenkte und mich wahnsinnig lange und
gefühlvoll stiess. Rasch schoss die nächste Woge in mir hoch. Ich sah in seine
siegessicheren Augen. Kein Wort brachte ich heraus. Ich konnte ihm nur bedeutungsvoll
zublinzeln. Er begriff und zerstörte mich mit heftigen Hüftschwüngen am Boden.
Als er splitternackt neben mir im Schlaf lag, machte ich mich ganz krumm, blies
seinen funkelnden Glatzkopf an und hauchte: "Dich hat mir der Arzt verschrieben."
Beim gemeinsamen Frühstück zeigte er mir, dass er ähnlich dachte.
Er überhäufte mich mit Komplimenten und schmeichelte mein Ego ganz besonders mit seiner
Bemerkung:
"Du bist gewiss nicht die erste Frau in meinem Leben. Aber so wie mit dir habe ich noch mit
keiner geschwelgt. Du bist phantastisch im Bett."
Dadurch gerieten wir in ein ernstes Gespräch. Er sprach von seiner gutgehenden
Immobilienfirma in München. Ich war richtig stolz, dass er sich für mich ein paar Tage freigemacht
hatte. In mir jubelte es. Ein paar Tage hatte er gesagt. Kurzentschlossen lud ich ihn
zu mir nach Hause ein, weil ich nicht einsah, dass er das teure Hotel bezahlen sollte.
Ich dachte natürlich auch an meine häusliche Gemütlichkeit.
Leider konnte ich während seiner freien Tage keinen Urlaub bekommen.
Ihm machte das nichts aus. Er hatte seinen Laptop dabei und beruhigte mich,
dass er sich während des Tages schon beschäftigen könnte. Er wollte ein paar Dinge
aufarbeiten, die er schon lange vor sich hergeschoben hatte. Bei mir gab es nach der
ersten Nacht im Hotel und der zweiten in meinem Schlafzimmer absolut keine Bedenken,
ihn allein in meiner Wohnung zu lassen.
Am dritten Tag überraschte mich der verrückte Kerl mit einem hübsch gedeckten
Kaffeetisch. Der Gipfel aber: Er hatte sich auf die nackte Haut nur ein Schürzchen
von mir gebunden. Als er Kaffee einschenkte, kam mir sein Knackpo direkt vor die Augen.
Ich konnte nicht anders, als in dieses freizügige Angebot hineinzubeissen.
Schade um den Kaffee! Er wurde kalt. Wir fielen übereinander her. Den ganzen Tag
über hatte ich mich schon danach gesehnt, von seinem sehenswerten Sch..... ausgefüllt
zu werden. Den Gefallen tat er mir nicht sofort. Erst einmal machte er mich zur Eva
und angelte nach der Schlagsahnetube. Viele kleine Sternchen dekorierte er um die
Schlitz. Schon beim Dekorieren zog sich ein mächtiger Schmetterlingsschwarm in meinem Leib
zusammen. Als er sich dann über die Sahnesternchen hermachte, sie Stück für Stück
mit den Lippen einfing, war ich dem Wahnsinn nahe. Dann trafen seine Lippen meinen
empfindsame M...... Wie ein Schwall brach es aus mir heraus. Ich drückte seinen
Kopf ganz fest in meinen Schoss und schrie immer wieder seinen Namen.
Der nächste Tag war ein Samstag. Ein herrliches Gefühl, mal wieder mit einem Mann
Hand in Hand durch die Stadt zu flanieren. "Einen Moment bitte", sagte ich vor dem
Eingang zu den Sparkassenautomaten. Ich brauchte Geld. Dass er nicht vor der Tür
stehen blieb, fiel mir nicht auf. Ich dachte mir auch nichts dabei, dass er ganz
nahe hinter mir war und mir zärtliche Küsschen in den Nacken hauchte. Wir waren
allein in dem kleinen Raum. Ich drehte mich sogar und küsste seinen Mund, während der
Automat das Geld zählte und meine Karte wieder ausstiess.
Noch drei Tage blieb er bei mir. Das waren drei Tage lustvoller Sex,
lieben Aufmerksamkeiten und sehr interessanten Gespräche über Gott und die Welt.
Ohne es auszusprechen ging ich davon aus, dass wir ein Paar würden.
Aus seinen Worten hörte ich ähnliche Töne. Als ich einmal mit meiner besten Freundin telefonierte.
Fragte sie geradeheraus: "Hat er dich wenigstens richtig durchgezogen?"
Ich verriet ihr, herrlichen Sex gehabt zu haben.... Euphorisch bedankte ich mich für
ihren Anschub, endlich die Initiative für eine neue Partnerschaft zu ergriffen zu haben.
Der letzte Abend mit Tommy wurde ein recht verspielter. Ich war ein bisschen
verschnupft, dass er tagsüber offensichtlich in meinen Schränken gestöbert hatte.
Jedenfalls machte er spät am Abend einen sicheren Griff in meinen Wäscheschrank und
kam mit zwei Dildos und meinem kleinen Vibrator zurück.
Nur einen Moment ärgerte ich mich über seine Neugier, dann lockten mich die
Spielzeuge. Mit Händen, Lippen und den Spielzeugen liess er mich noch dreimal kommen.
Ich dachte noch lange an diesen Abend, besonders aber an diesen Mann.
Vier Tage später suchte ich vergeblich nach meiner Eurocard. Ich wehrte mich gegen
meinen Verdacht. Aber es gab kein Zweifel. Sofort ging ich zur Sparkasse und liess
mein Konto sperren. Zu spät allerdings, denn es fehlten bereits 10.000 Euro.
Die Anzeige bei der Polizei war mehr oder weniger nur Formsache.
Wie sich aus drei Bildern der Videoüberwachung ergab, hatte sich ein Mann im dunklen
Sakko und weissen Hemd von meinem Konto bedient. Auf allen Bildern hatte er so
etwas wie einen Aktendeckel vor Frisur und Gesicht.
Während der freundliche Polizist mein Anzeige aufnahm ( ich hatte ja seinen vollständigen Namen sowie seine Adresse ),
fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Nun wusste ich, warum er mir am Geldautomaten so zärtlich den Nacken
geküsst hatte...
Na warte,dachte ich bei mir, man sieht sich im Leben immer zweimal....!!
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